
Die Fußballweltmeisterschaft steht vor der Tür und so langsam steigt das Fußballfieber. Wirklich? Stapelten sich 2006 schon Wochen vor dem ersten Spiel die Chipstüten und alle möglichen Knabbersachen in den Schubläden, herrscht dort nun aufgeräumte Ordnung. Aber wieso?
Spätestens bei den großen Turnieren sind wir doch alle Fußballfans. Oder etwa nicht? Okay, meinereiner ist ja sowieso Fan, aber auch sonst hat man den Eindruck, so wirkliches Fußballfieber will nicht aufkommen. Das kann ja nicht nur an einem gewissen, mittlerweile nicht mehr ganz so beliebten, Herrn Löw liegen, oder? Was hörte man noch vor ein paar Tagen? Vor einem Trainer, den man Jogi ruft, kann man keinen Respekt haben.
Hier in der Redaktion hängt natürlich – wie wohl in vielen Büros – ein großer Spielplan der Weltmeisterschaft. Und sicherlich werden wir auch jeden Morgen die Spiele des Vortages genauestens analysieren und heiß diskutieren. Aber trotzdem. Das Fieber will einfach nicht steigen.
Und dabei versuche ich alles, um die Temperatur nach oben gehen zu lassen. Infos über die Weltmeisterschaft und über Südafrika werden aufgesaugt, die Vuvuzela wurde schon vor Monaten gekauft und an sämtlichen Tippspielen wurde teilgenommen. Und doch...
Aber vielleicht wird der Moment, in dem in Johannesburg die 19. Fußballweltmeisterschaft eröffnet wird, ein magischer sein (Phrasenschwein, ick hör dir tapsen) und plötzlich ist sie da: die Euphorie! Die Begeisterung, die wir noch von der Weltmeisterschaft 2006 kennen. Und vielleicht werden bis zum 11. Juni auch noch mehr Chipstüten und andere Cracker gekauft, die dann um die besten Plätze in der Schublade kämpfen.









