Dortmund - Nur wenige Stunden nachdem die Polizei in Dortmund eine Demo der rechten Szene an diesem Samstag verboten hatte, sind rund 80 Rechtsextreme am Donnerstagabend am Hauptbahnhof aufgezogen. Nach Polizeiangaben marschierten die Demonstranten zu einer kurzfristig angemeldeten Kundgebung über die Kampfstraße und Rheinische Straße. Begleitetet wurden sie von einer ebenso spontanen Gegendemonstration von rund 100 Menschen. Die Rechten-Demo endete vorzeitig gegen 21 Uhr. Die Polizei meldete keine Vorkommnisse.
Erst am Donnerstag hatte die Polizei einen Aufzug von rund 1000 Rechtsextremisten und mehr als 10 0000 Gegendemonstranten zum Antikriegstag am Samstag in Dortmund verboten. „Wir haben die Befürchtung, dass Menschen durch Sprengstoffkörper erheblich verletzt werden“, sagte Polizeisprecher Peter Schulz. Außerdem verschärfte die Polizei in Nordrhein-Westfalen ihre Sicherheitsmaßnahmen. Das Landeskriminalamt beobachtet nun gezielt Angehörige der rechten Szene.
Auslöser für die Maßnahmen sind Ermittlungen gegen einen 19-Jährigen aus dem Raum Aachen, den die Polizei am Mittwoch bei einer Razzia festgenommen hatte. Der Mann habe Kontakte zur „Kameradschaft Aachener Land“ und in seiner Wohnung fanden die Ermittler Munitionsteile, teilte die Staatsanwaltschaft Berlin mit. Gegen den 19-Jährigen erging Haftbefehl.
Text: DPA









