Public Viewing in Oldenburg

Fans feiern wieder auf Pferdemarkt

Oldenburg - Am schwierigsten ist der Start ins Turnier. Das gilt bei der Fußball-Europameisterschaft nicht nur für die deutsche Mannschaft, sondern auch für Helmut Jordan, der die große Public-Viewing-Veranstaltung auf dem Pferdemarkt organisiert. Sobald am Sonnabend, 9. Juni, gegen 16 Uhr die letzten Beschicker des Wochenmarkts den Platz verlassen haben, beginnt die heiße Phase des Aufbaus für die Übertragung des Spiels Deutschland gegen Portugal (Anstoß: 20.45 Uhr).

„Das wird eine Herausforderung, denn schon um 18.45 Uhr wollen wir die ersten Fußballfans auf das Gelände lassen“, sagt Helmut Jordan. Er erwartet bis zu 10 .000 Besucher.

Pferdemarkt besser geeignet


Zur Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren hatte Jordan noch ein kleines Stadion auf dem Freigelände neben der Weser-Ems-Halle aufbauen lassen. Eine Wiederholung dieses Versuchs kam für die Veranstalter aber nicht in Frage. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Veranstaltung zu weit weg von der Innenstadt war. Deshalb sind wir zum Pferdemarkt zurückgekehrt“, erklärt Jordan. Rathausmarkt und Schlossplatz seien aus Platzgründen keine Alternativen gewesen.

Ebenso wie bei der EM 2008 können die Oldenburger die Spiele auf einer etwa 50 Quadratmeter großen LED-Videowand (vor dem Standesamt) mitverfolgen. Gezeigt werden alle Spiele mit deutscher Beteiligung. Das sind zunächst die drei Gruppenspiele gegen Portugal, Niederlande und Dänemark. Weitere Partien ergeben sich, wenn Schweinsteiger, Özil und Co. die Vorrunde als Gruppenerster oder -zweiter abschließen.

Der Eintritt auf das umzäunte Gelände kostet zwei Euro. Um einen möglichst zügigen Einlass zu ermöglichen, werden im Bereich des Kiosks zehn Kassen geöffnet sein. „Es empfiehlt sich, rechtzeitig zu kommen“, so Jordan. Die Zugangskontrollen übernimmt ein privater Sicherheitsdienst.

Für Verpflegung ist gesorgt


Für die Verpflegung der Besucher stehen auf dem Pferdemarkt drei Essens- und zehn Getränkestände bereit. Die Toiletten befinden sich auf dem Parkplatz und sind vom Festgelände aus über eine Schleuse zu erreichen.

Im Gegensatz zum Public Viewing vor zwei Jahren wird es diesmal kein Rahmenprogramm geben. Auf musikalische Unterhaltung müssen die Fans aber nicht verzichten. Vor den jeweiligen Spielen wird DJ Olly vom See auflegen.

Mit ihrem Konzept haben die Veranstalter die Stadtverwaltung bei der Beantragung überzeugt. „Eine solche Großveranstaltung gehört zum Oberzentrum Oldenburg. Wir haben viele Gespräche im Vorfeld geführt. Dabei gab es ein vernünftiges Miteinander“, lobt Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes.

Text: Rainer Dehmer (NWZ)

Diese News wurde am 06.06.2012 um 11:02 Uhr von Redaktion veröffentlicht.
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