
Oldenburg. Kubikmeter um Kubikmeter Zement fließt in das Fundament an der Marienstraße, wo bis Herbst 2011 die Bäume des Patientengartens des Evangelischen Krankenhauses standen. Ab Montag werden hier 40 Container aufgestellt, die man in Brandenburg von einem Hospital gekauft hat. Aufgestapelt wird hier ein Interimsgebäude als Ausweichquartier – das intern schon Südwestflügel heißt.
Damit geht die Komplett-Sanierung und Erweiterung des Innenstadtkrankenhauses (393 Betten) in die nächste Phase. Um die 180 Millionen Euro wird die Klinik bis ca. 2020 verbauen, die Modernisierung wird vom Land gefördert.
Moderne Operationsräume, zentrale Intensivbetreuung, die Verlegung des Haupteingangs zur Marienstraße und ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Zentral-OPs werden ebenso zu dem neuen Komplex gehören wie der Umzug des Medizinischen Versorgungszentrums und der Bau eines Quartier-Parkhauses auf dem ehemaligen Feuerwehr-Gelände an der Auguststraße.
Nach Auskunft von Pressesprecherin Angela Rieger-Garthoff und Architekt Hans-Jürgen Bethge soll das Parkhaus mit 450 Stellplätzen auch den Parksuchverkehr in dem Viertel rund um den Steinweg entlasten. Stadt, Land und Krankenhaus haben dazu auch alle nötigen Grundstücksverhandlungen über den Flächentausch abgeschlossen.
Doch zunächst wird an diesem Freitag ein riesiger Kran (Traglast 500 Tonnen) im ehemaligen Patientengarten aufgestellt. Der wird ab Montag die Container von den Tiefladern in die Positionen hieven. Sie werden über Zwischengeschosse so nivelliert, dass sie mit den Etagen des Hauses verbunden werden können.
Autofahrer müssen von Montag, 11. Juni, bis Freitag, 15. Juni, auf der Auguststraße im Bereich der Marienstraße mit Behinderungen rechnen, da die Container auf dem Feuerwehrgelände zwischengeparkt und von dort zum Evangelischen gebracht werden. Während die Tieflader dreimal täglich fahren, wird die Auguststraße gesperrt. Die Marienstraße kann nur von Fußgängern passiert werden.
Text: Von Sabine Schicke













