
Oldenburg - Die Stadt Oldenburg wächst, die Wirtschaft boomt, und die Preise auf dem Wohnungsmarkt ziehen kräftig an. Wer aktuell in Oldenburg eine Mietwohnung sucht, der muss durchschnittlich 7,12 Euro pro Quadratmeter bezahlen, hat das Internetportal Immobilienscout 24 in einer Studie herausgefunden. Damit liegt Oldenburg unter den 50 größten Städten auf Platz 18, in Norddeutschland ist nur Hamburg teurer (bundesweit Platz 3 mit 10,68 Euro).
Das einstmals günstige Oldenburg hat sogar Hannover (6,58 Euro) und Bremen (6,32 Euro) überholt. Zum Vergleich: An der Spitze liegt München (12,98 Euro), Schlusslicht ist Chemnitz (4,61 Euro).
Für GSG-Chef Stefan Könner ist das Ergebnis keine Überraschung. „Die Nachfrage ist groß, das treibt die Preise.“ Allerdings seien Bestandmieten deutlich günstiger. „Im Schnitt liegen wir unter fünf Euro“, meint der GSG-Geschäftsführer. Allerdings ist das Niveau bei Neubauten in der Stadt auf deutlich über sieben Euro gestiegen. Und viele Vermieter würden wegen der Knappheit auf dem Wohnungsmarkt bei Neuvermietungen einen deutlichen Aufschlag nehmen. Könner sagt deshalb: „Wir müssen jetzt einiges tun, um den Markt zu entspannen.“ Doch das sei in Oldenburg offenbar „noch nicht allen klar“, mahnt er in Richtung Politik.
Den Druck etwas vom Kessel nehmen könnte das Projekt Donnerschwee-Kaserne. Die Oldenburger Bietergemeinschaft (GSG, Kubus, Freytag & van der Linde) würde dort gern ein neues Wohnquartier mit 500 bis 700 Einheiten entstehen lassen. Der Bund (bzw. seine Immobilientochter Bima) hat aber noch nicht über den Verkauf der Kaserne entschieden.
Text: Jasper Rittner (NWZ)









