
Jerusalem. Forscher in Israel haben in der biblischen Stadt Megiddo 3.100 Jahre alten Goldschmuck entdeckt. Nach einer amtlichen Mitteilung vom Dienstag befanden sich die Stücke in einem Keramikgefäß, das schon 2010 bei Ausgrabungen auf dem Ruinenhügel im Norden des Landes zutage kam, aber erst kürzlich geöffnet wurde.
Der Schatz umfasst mehrere Ohrgehänge und Ringe sowie ein aus Gold, Silber und Karneolsteinen gefertigtes Halsband. Besonders auffällig sei ein mit Kapriden verzierter Ohrring.
Sowohl die Schmucksammlung als auch ihr Fundort seien ungewöhnlich, sagte der Archäologe Israel Finkelstein laut der Mitteilung. Die Keramikvase habe vermutlich eher als Versteck denn als normaler Aufbewahrungsort gedient. Einzelne Teile könnten nach Meinung der Wissenschaftler aus Ägypten stammen. Vor allem die Karneolperlen ähnelten ägyptischen Stücken aus derselben Zeit. Mehrere mondförmige Ohrringe seien hingegen wahrscheinlich kanaanäischen Ursprungs.
Die Forscher hoffen den Angaben zufolge, über eine Analyse von Stoffresten in dem Gefäß Hinweise auf die Herkunft des Schmucks zu erhalten. Auch die Zusammensetzung der Metalle solle weiteren Aufschluss geben.
Megiddo gilt als eine der wichtigsten archäologische Stätte der biblischen Periode in Israel und ist seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe. Als strategisch wichtiger Ort wurde die Stadt 1457 v.Chr. von Pharao Thutmosis III. erobert und diente zeitweilig als ägyptisches Verwaltungszentrum. Im Neuen Testament erscheint Megiddo unter dem Namen „Harmagedon“ oder Armageddon als Ort einer endzeitlichen Entscheidungsschlacht.
Text: Von unseren Agenturen

















