
Ich stehe in einem Wald vor einer Strickleiter und schaue nach oben. Da geht es acht Meter rauf, bis man auf einer Plattform steht. Genau da will ich hin. Also lasse ich den Sicherungshaken von oben zu mir runter, klinke mich ein und beginne mit dem Aufstieg. Wow, das ist ja mal gar nicht so einfach!
Wenig später stehe ich oben. Doch das war nur der Anfang dieses Parcours. Ich sichere mich in der nächsten Halterung, die dafür vorgesehen ist, um dann über ein dünnes Drahtseil, an dem ein paar Holzbretter festgemacht sind, weiter voranzukommen. Über mir hängt das Sicherungsseil, unter mir geht es acht Meter in die Tiefe. Ohne Netz und doppelten Boden!
Ich bin im Kletterwald „kraxelmaxel“ in Hatten. Hier kann man auf Drahtseilen von Baum zu Baum hangeln, balancieren, klettern oder auch gleiten, über schwankende Holzbrücken gehen oder wie Spiderman in einem Netz hängen. Das Ganze in Höhen von einem bis zehn Metern.
Wenn man erstmal oben ist, sind zehn Meter doch verdammt hoch. Die sieben unterschiedlichen Parcours verlangen einem doch einiges ab! Es ist teilweise echt anstrengend und einen gesunden Gleichgewichtssinn sollte man auch haben. Aber, und das ist wohl das Wichtigste: Es macht richtig Spaß! Rund drei Stunden Zeit sollten schon mitgebracht werden, um alle Parcours auch zu schaffen.
Bevor man allerdings auf die Strecken „losgelassen“ wird, bekommt man die Sicherheitsausrüstung samt Helm angelegt. Safety first! Danach geht es mit einem der Mitarbeiter des „kraxelmaxel“-Kletterwalds zum Einweisungsparcour.
Hier bekommen alle Nachwuchs-Reinhold-Messners erklärt, wie man sich sichern muss, wenn sich im meistern der Strecken und Aufgaben versucht wird. Das Sichern ist enorm wichtig, denn später, bei den schwierigeren Strecken, ist man in Höhen von bis zu zehn Metern unterwegs.
Die Parcours bauen aufeinander auf, sodass der Schwierigkeitsgrad immer steigt. Und mit ihm übrigens auch der Spaß. Natürlich sollte man schwindelfrei sein, sonst hat es wohl keinen Zweck. Die regelmäßig vom TüV überprüfte Anlage ist mitten in ein Waldgebiet eingebetet, was eine tolle Kulisse darstellt.
Unten, auf dem sicheren Boden, steht immer einer der ausgebildeten Mitarbeiter des Kletterwaldes. Okay, die bringen einem im ersten Moment nichts, denn den Parcour muss man schließlich alleine bewältigen. Aber wenn jemand mal stecken bleibt oder andere Schwierigkeiten auftreten, sind sie sofort zur Stelle.
Das Klettern in dem Kletterwald ist für Männer und Frauen geeignet. Fehlt hier und da vielleicht mal die Kraft, kann dies auch mit Geschick wett gemacht werden. Auch können Kinder mitklettern, was einem Ausflug für die gesamte Familie zum Kletterwald entgegen kommt.
Nach Absprache kann auch ein spezielles Teambuilding-Klettern gebucht werden, was auch oft und gerne angenommen wird.
Mein Fazit: Klettern macht Spaß! Das brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Aber in Kombination mit der Höhe macht es (sofern man die Höhe mag) doppelt Spaß. Es ist anstrengend, man muss Geschicklichkeit beweisen und auch mal den Kopf gebrauchen. Durch das stetige Steigern der Höhe und des Schwierigkeitsgrades traut man sich später auch an die großen Höhen ran.
Infos:
Spaßfaktor/Suchtfaktor: 85% / 75%
Preis: Je nach Alter und Größe der Gruppe von 14 Euro bis 19 Euro (Dauer rund drei Stunden)
Wie schwer: Je höher desto schwieriger und auch kräftezehrender.
Alleine oder Team: Man kann alleine klettern, aber der Spaßfaktor steigt mit der Größe der Gruppe.
Auch für Winter geeignet: Ja, muss individuell abgesprochen werden.
Wo: Kletterwald „kraxelmaxel“ in Hatten: kraxelmaxel









