Hurricane Festival

Musiksturm über Scheeßel

Scheeßel - Noch ist es in ruhig in Scheeßel im Landkreis Rotenburg/Wümme. Noch, denn es ist die Ruhe vor dem Sturm. Am Freitagnachmittag beginnt auf dem Eichenring, einer Motorradrennstrecke östlich des Ortes, das „Hurricane“-Festival. Bis einschließlich Sonntag werden Bässe und Gitarrenriffs über das Gelände schallen.

Es ist die 16. Auflage des Festivals, die Karten sind seit Wochen ausverkauft, rund 70 000 Besucher werden erwartet. Die können auf 15 Campingplätzen ihre Zelte aufbauen. Außerdem stehen drei weitere Plätze für Wohnmobile und Wohnwagen zur Verfügung. Mit dem „Green Camping“ setzen die Veranstalter eine Neuerung aus dem vergangenen Jahr fort. Dabei handelt es sich um zwei spezielle Campingplätze, auf denen es ruhiger und vor allem sauberer zugehen soll.

Mülltrennung


Umweltschutz wird bei den deutschen Festivals zu einem immer wichtigeren Thema. So soll es dieses Jahr erstmals ein Müll-Recycling geben. Dafür werden Mülltüten in vier Farben verteilt, für Papier, Metall, Kunststoffverpackungen oder Restmüll. Zu Beginn muss ein Pfand gezahlt werden, das bei der Rückgabe der vollen Tüten erstattet wird.

Für die Besucher ist aber der Umweltschutz natürlich nicht das Wichtigste am „Hurricane“. An erster Stelle steht die Musik. Mehr als 90 Bands haben laut Veranstalter ihr Kommen angekündigt. Die bekanntesten sind Die Ärzte, The Cure, Justice Live, Rise Against und die Sportfreunde Stiller. Die Fans werden sich vor allem auf Blink-182 freuen. Die Musiker hatten 2011 ihren „Hurricane“-Auftritt abgesagt, weil sie mitten in der Produktion eines Albums gesteckt hatten.

Die Gruppen treten auf vier Bühnen auf, von denen sich eine in einem Zelt befindet und die anderen unter freien Himmel. Angesichts der großen Zahl der Bands, die gleichzeitig an unterschiedlichen Enden des Festivalgeländes auftreten, müssen die Musikfans genau planen, wen sie wann wo sehen wollen. Ein „Hurricane“-Besuch bedarf einer genauen Vorbereitung.

Dank Handy zum Zelt


Ein Hilfsmittel dafür ist eine kostenlose Smartphone-App. Damit kann sich jeder einen Plan mit den Auftritten seiner Lieblingsbands zusammenstellen. Und denen, die nach den Konzerten nicht zu ihren Zelten zurückfinden, zeigt das Programm den Weg.

Natürlich kann auch das „Hurricane“ die Fußball-Europameisterschaft nicht ignorieren – besonders nicht, wenn die deutsche Mannschaft ihr Viertelfinalspiel bestreitet. Daher gibt es in diesem Jahr am Eichenring auch ein Public Viewing. Das ist für viele Festivalbesucher wahrscheinlich die wichtigste Neuerung beim diesjährigen „Hurricane“.

Text: Marius Meyer (NWZ)

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Diese News wurde am 21.06.2012 um 12:55 Uhr von Redaktion veröffentlicht.
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