Funsport-Test
Paintball

- Bild: Jennifer GlagowskyNichts für Warmduscher: Ohne einen Treffer abzubekommen geht es kaum beim Paintball.
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Vorsichtig duckte ich mich hinter einer Tonne. Die Waffe in der Hand, der Puls rasend, mit den Augen das Spielfeld „abgrasend“. Dann sah ich jemanden aus dem gegnerischen Team. Langsam kroch ich hinter der Tonne hervor, robbte dem „Feind“ entgegen. Ich stand auf, lief übers Feld, visierte ihn an und ...ZACK! In diesem Moment wurde ich getroffen!
Das, was ich auf einem rund 40.000 Quadratmeter großen Areal bei Ganderkesee gemacht habe, nennt sich Paintball. Inmitten Mutter Natur wird man hier wieder zum Kind! In zwei Teams „kämpft“ man gegeneinander: Ziel des Spiels ist es, die gegnerische Fahne zu erobern und zur eigenen Basis zu bringen. Soweit, so einfach.
ABER: Wer will sich schon gerne seine Fahne klauen lassen? Eben! Jeder Spieler (Mindestalter 18 Jahre) bekommt einen sogenannten Markierer und einen Maske, die den Kopf schützt. Alles weitere wie alte Klamotten, Handschuhe oder Schoner muss man selber mitbringen.
Die Markierer verschießen Farbkugeln, die Lebensmittelfarbe enthalten. Wer getroffen ist muss eine Hand auf den Kopf legen, laut „HIT“ schreien und das Spielfeld verlassen. Dieser Spieler darf dann auch nicht mehr von den anderen beschossen werden.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind beim Paintball hoch. Darauf, dass diese und auch alle weiteren Regeln während des Spiels eingehalten werden, achten die Leute von „Badballz Paintballsport e.V.“ gewissenhaft! Wer gegen die Regeln verstößt, wird zuerst ermahnt und bei Wiederholung des Feldes verwiesen.
Aber zurück zum Spiel. Bevor der Startschuss per Megaphon ertönt, wird innerhalb des Teams die Taktik besprochen. Wer beim Paintball wild drauflos rennt oder ballern will, wird nicht weit kommen! Teamsport ist angesagt. Denn das Feld ist riesig und der Gegner (meistens) zahlreich.
Je nach Taktik ist Paintball anstrengend, nervenaufreibend und manchmal, beispielsweise bei einem Treffer oder wenn man in Deckung springt, auch schmerzhaft. Und so ein Treffer ist nicht ohne. Durch die Schutzausrüstung ist man zwar gut geschützt, weh tut es aber trotzdem. Doch die erste "Verarztung" regelt das körpereigene Adrenalin, welches in großen Mengen durch den Körper gepumpt wird.
Paintball spielen macht Megaspaß! Da es auch über mehrere Stunden geht, ist das Preis-Leistungsverhältnis mit rund 40 Euro sehr gut. Dazu kommt noch, dass es mit Freunden oder auch völlig Fremden gespielt werden kann. Und ob es nun Frauen oder Männer spielen ist ganz egal, da jeder seine individuellen Fähigkeiten einbringt und dementsprechend taktisch vorgeht.
Mein Fazit: Mit "Krieg spielen" hat Paintball nur oberflächlich etwas zu tun! Die Leute von „Badballz Paintballsport e.V.“ distanzieren sich ganz deutlich von Personen, die dem Paintball und dessen Ansehen schaden - dies sind insbesondere Rassisten, Rechtsradikale und Extremisten jeglicher Art.
Hier geht es vielmehr um Spaß, ums Teamplay, ums Spielen und vielleicht auch wieder ums Kind sein für eine kurze Zeit. Man ist an der frischen Luft, der Körper wird permanent gefordert und das alles wird auch noch zusammen mit Freunden erlebt - was will man mehr?
Infos:
Spaßfaktor/Suchtfaktor: 100% / 90%
Preis: Rund 40 Euro (dazu kommen evtl. noch Extrakosten für Paintballs, Ausrüstung usw.)
Wie schwer: Nach einer kurzen Zeit ist man „drin“. Je nach Taktik und Ausrichtung des eigenen Teams ist es körperlich schwerer oder leichter (Rennen, in Deckung gehen, Fahne erobern, usw.)
Alleine oder Team: Team
Auch für Winter geeignet: Ja, aber bei Glatteis (Gefahr des Ausrutschens) oder Kälte schwieriger und auch gefährlicher.
Wo: Badballz Paintballsport e.V.
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