Loveparade-Unglück

Ombudsmann nimmt Arbeit auf

Düsseldorf - Der nach der Loveparade-Katastrophe von der nordrhein-westfälischen Landesregierung eingesetzte Ombudsmann Wolfgang Riotte hat seine Arbeit aufgenommen. Er habe bereits ersten telefonischen Kontakt zu Angehörigen und Verletzten gehabt, sagte Riotte am Montag im Deutschlandfunk. Der ehemalige Staatssekretär im NRW-Innenministerium soll die Opfer beim Kontakt mit Behörden und Versicherungen unterstützen. „Immer, wenn jemand nicht weiß, was er tun soll, dann bemühe ich mich, herauszufinden, was das Geeignete sein kann“, beschrieb Riotte seine Aufgabe. Riotte war ab April 2008 für zehn Monate vorübergehender Geschäftsführer von Unicef.

Die NRW-Landesregierung hatte nach der Loveparade einen Fonds von einer Million Euro aufgelegt, um soziale Notlagen unter den Hinterbliebenen und Angehörigen schnell und unbürokratisch zu lindern. Die Verwaltung des Fonds liegt bei der Unfallkasse NRW.

Der Fonds sei jedoch bisher noch wenig in Anspruch genommen worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Die Anträge laufen schleppend an“, sagte sie. Die Hinterbliebenen der 21 Todesopfer seien bereits angeschrieben worden, doch da die Kasse keine Angaben über die Identität der Verletzten habe, sei eine Kontaktaufnahme mit ihnen schwierig.

Auch der Veranstalter der Loveparade, Rainer Schaller, hatte zusammen mit der Axa-Versicherung eine Million Euro für die Opfer zur Verfügung gestellt. Anträge nimmt der Versicherungskonzern schriftlich unter Angabe der verursachten Kosten entgehen.

Text: DPA

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Diese News wurde am 09.08.2010 um 18:02 Uhr von Redaktion veröffentlicht.
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