
Oldenburg - Ein Sieg beim Lieblingsgegner macht es möglich: Nach dem 30:23 (16:14)-Erfolg bei der HSG Blomberg-Lippe können die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg Platz zwei der Hauptrunde aus eigener Kraft erreichen. Ein weiterer Vorteil: Die letzten drei Begegnungen der Serie finden alle in der heimischen EWE-Arena statt.
„Wir haben es in der Hand, wenn wir die drei Spiele für uns entscheiden“, sagte Trainer Leszek Krowicki nach dem achten Pflichtspielsieg in Folge. Dem deutlichen Erfolg im Liga-Hinspiel und im DHB-Pokal folgte am Sonnabend vor 700 Zuschauern in der voll besetzten Halle der dritte VfL-Sieg über Blomberg in dieser Saison. „Das war verdient“, lobte der Trainer, der im Vergleich zum schwachen Pokal-Auftritt vor einer Woche gegen Zweitligist TuS Metzingen (33:31) eine deutliche Steigerung seines Teams ausgemacht hatte.
In der ersten Halbzeit hatten die Gäste aber phasenweise noch ein paar Probleme. Ihr größtes Manko lag in der Abwehr, doch als diese funktionierte, war Oldenburg gleich erfolgreich. So setzte sich der Tabellendritte nach zehn Minuten durch den vierten Treffer von Angie Geschke auf 6:3 ab. Die Nationalspielerin war mit neun Treffern treffsicherste Akteurin auf dem Feld.
Konstanz ließ der VfL vor der Pause aber vermissen, produzierte zu viele Passfehler und ungenaue Würfe. Erst nach einer von Krowicki genommenen Auszeit besserte sich der Gast. Zunächst glich Laura van der Heijden den zwischenzeitlichen Rückstand aus (10:10, 20. Minute), ehe Lois Abbingh per Verzweiflungswurf aus zehn Metern die Führung gelang. Nach drei Treffern in Folge baute der Pokal-Halbfinalist seine Führung zur Freude der rund 50 mitgereisten VfL-Fans danach aus (15:12, 28.).
Nach der Pause schaffte Blombergs Rechtsaußen Sabrina Richter zwar nach acht Sekunden den Anschlusstreffer zum 15:16, doch Oldenburg arbeitete weiter konzentriert. Die Abwehr ließ die Gastgeberinnen kaum noch zum Zug kommen. Im Angriff strahlte der VfL von jeder Position Gefahr aus.
Schon nach 36 Minuten zeichnete sich beim Stand von 21:15 ab, dass die Grün-Weißen einem ungefährdeten Sieg entgegensteuern. Am kommenden Sonntag (16.30 Uhr, EWE-Arena) kann sich der VfL mit einem Sieg gegen den Fünften Bayer Leverkusen bereits einen Platz unter den ersten Vier sichern.
Damit hätte die Mannschaft im Playoff-Viertelfinale im Rückspiel Heimrecht. Zwei Wochen später (1. April, 16.30 Uhr) gastiert Nordrivale Buxtehuder SV in der Arena, ehe zum Abschluss der Hauptrunde (14. April, 18 Uhr) Aufsteiger Bad Wildungen in Oldenburg antritt.
Auf den Lieblingsgegner aus Blomberg kann der VfL in den Playoffs auch wieder treffen. Dann käme es zu den Duellen vier und fünf in dieser Spielzeit.
Text: Oliver Bloch (NWZ)


















